Zwischen Ende Juni und Anfang Juli wird London zu einem der meistbeachteten Ziele der Sommersaison – dank Wimbledon, dem kultigsten Tennisturnier der Tour, das jedes Jahr Spieler, Prominente und Fans aus aller Welt anzieht.
Zwischen dem makellosen Rasen des Centre Court und den grünen Tribünen entsteht eine Atmosphäre von Schlichtheit und Eleganz. Im Mittelpunkt dieser Ästhetik steht der Total-White-Dresscode: Streng, essenziell und mit hohem Wiedererkennungswert hat er sich im Laufe der Zeit zu einer Stilreferenz entwickelt, die die Art und Weise, wie sich Menschen auf und abseits des Platzes kleiden, maßgeblich beeinflusst.
Die Ursprünge von Total White: Tennis als soziales Symbol
Die berühmte All-White-Regel geht auf die Gründung des Turniers im Jahr 1877 zurück, als Tennis ein Sport war, der hauptsächlich von der britischen Aristokratie gespielt wurde. Weiß wurde aus Gründen der Etikette gewählt, da es als die am besten geeignete Farbe galt, um Schweißflecken zu verbergen, die in der Öffentlichkeit als unelegant galten.
Was ursprünglich als praktische Entscheidung begann, entwickelte sich nach und nach zu einem der wichtigsten Erkennungsmerkmale des Turniers. Auch heute noch verlangt Wimbledon von den Spielern, fast vollständig weiße Kleidung zu tragen und farbige Details sowie Einsätze auf ein Minimum zu reduzieren – eine Regel, die eine Ästhetik geprägt hat, die in der Welt des Sports ihresgleichen sucht.
Das Turnier spielte auch eine wichtige Rolle bei der Veränderung des Tennisstils selbst: Bereits 1919 führte die französische Tennisspielerin Suzanne Lenglen fließendere und praktischere Outfits auf dem Platz ein und revolutionierte damit die Vorstellung von Bewegungsfreiheit im Damensport.
Tenniscore und die Rückkehr der sportlichen Eleganz
Tenniscore rückt die
sportliche Eleganz durch klare Linien, helle Farben und leichte Stoffe wieder in den Fokus. Ein Stil, der Kleidungsstücke wie
Strickpolos,
Plissee-Röcke,
Cardigans mit Kontrastbesatz und
helle Hosen wiederbelebt und sie auf zeitgemäße Weise neu interpretiert.
Diese Ästhetik erinnert an das Flair englischer Tennisclubs und hat in den letzten Jahren die Sportwelt hinter sich gelassen, um immer präsenter in den alltäglichen Garderoben und Modekollektionen zu werden.
Marken wie
Polo Ralph Lauren — der langjährige offizielle Ausstatter von Wimbledon — haben dazu beigetragen, dieses Image im Laufe der Zeit zu festigen, während Labels wie
Miu Miu,
Lacoste und Prada die Tennisgarderobe durch Kollektionen und Details, die von der Welt des Sports inspiriert sind, neu interpretiert haben.
Das zeitgenössische Tennis stärkt diese Verbindung zur Mode weiter: Die Auftritte von
Jannik Sinner für Gucci und
Lorenzo Musetti für Bottega Veneta zeigen, wie diese Ästhetik die visuelle und mediale Landschaft rund um den Sport auch heute noch beeinflusst.
Wimbledon und der moderne Sommerstil
Auch abseits des Turniers prägt die von Wimbledon inspirierte Ästhetik weiterhin die Art und Weise, wie der Sommerstil interpretiert wird (LINK DA AGGIORNARE). Die Anziehungskraft dieser Bildsprache liegt vor allem in ihrer Natürlichkeit: eine Eleganz, die niemals übertrieben wirkt und leichte Kleidungsstücke, ausgewogene Proportionen und Liebe zum Detail miteinander verbindet, ohne überstylt zu wirken.
Für Herren
Auch für Herren bleibt der Bezugspunkt eine schlichte und entspannte Sommer-Eleganz, bestehend aus
neutralen Poloshirts,
Hosen aus Leinen oder leichter Baumwolle,
unstrukturierten Blazern und
am Kragen offen getragenen Hemden. Es ist eine Garderobe, die dafür entworfen wurde, sich mühelos zwischen Stadtleben, Reisen und informellen Anlässen zu bewegen, ohne übertrieben formell zu wirken.
Die am häufigsten verwendeten Farbtöne, sowohl in der Herren- als auch in der Damengarderobe, bleiben auf die charakteristische Sommerpalette des Turniers abgestimmt:
Weiß,
Beige,
Ecru und
Sandtöne, kombiniert mit
Sneakern oder
Loafern.
Stoffe, die die Sommergarderobe definieren
Das Gefühl von Leichtigkeit, das die vom Londoner Turnier inspirierten Looks auszeichnet, wird durch natürliche Stoffe und entspannte Passformen vermittelt, die sich mühelos mit dem Körper bewegen.
Leinen bleibt eines der absoluten Essentials der Saison, geschätzt für seine Fähigkeit, selbst an den heißesten Tagen Frische und Komfort zu bieten. Neben Leinen finden sich Baumwolle, leichte Wolle für Sommerblazer und feiner Strick mit einem fast unmerklichen Gewicht.
Eine Ästhetik, die die Mode weiterhin beeinflusst
In einer zunehmend schnelllebigen Modelandschaft bewahrt Wimbledon ein seltenes Gefühl von Beständigkeit. Sein Dresscode hat nach wie vor Bestand, weil er keinen flüchtigen Trends hinterherjagt, sondern auf Elementen aufbaut, die die Zeit überdauern, ohne an Relevanz zu verlieren: Zurückhaltung, Klarheit, hochwertige Materialien und Schlichtheit.
Das ist wahrscheinlich der Grund, warum das Turnier jeden Sommer aufs Neue zu einer Quelle ästhetischer Inspiration wird – nicht nur für Tennisbegeisterte, sondern für alle, die nach einer Art sich zu kleiden suchen, die sich raffiniert und gleichzeitig zeitgemäß anfühlt.